Interview mit Maximilian Schmid alias Daniel Reiter
Der Hauptdarsteller macht sich Gedanken über Dreharbeiten, Gefühle und die Zukunft.
Wie bist Du denn eigentlich zu dem Film und zu Deiner Rolle gekommen?
Passend zu unserer modernen Gesellschaft kam ich dank „facebook“ zu der Rolle des „Daniel Reiter“. Mein Regisseur, Adrian Goiginger, schrieb mich an und fragte mich, ob ich Interesse hätte in „Unforgettable“ mitzuwirken. Für mich war es wichtig zu erkennen, dass das Projekt ernsthaft umgesetzt werden soll. Anhand von Adrians Persönlichkeit und seinem vorher umgesetzten Kurzfilm „Share Price in a Day“ erkannte ich eben diese Ernsthaftigkeit und sagte ihm zu. Daraufhin schickte er mir das Drehbuch. Ich las es durch und empfand die „story“ sofort als interessant. Im Besonderen begeisterte mich das Wesen von „Daniel Reiter“. Ich erkannte persönlichen Bezug zu seinem Denken und Handeln. In vielen Situationen dachte ich, dass ich im wirklichen Leben genauso gehandelt hätte wie er es im Film tut.
Zum Beispiel gibt es eine Szene in der im Freundeskreis über das spätere Leben philosophiert wird. Die Werte und Ziele die „Daniel“ als wichtig ansieht, hätten 1 : 1 von mir stammen können.
Wie hat Dir die Rolle gefallen?
Im Film wird ein deutlicher Kontrast im Wesen von Daniel Reiter erkennbar. Dieser Kontrast macht ihn zu dem was er ist. Daher verkörperte diese Rolle für mich von Anfang an einen ungeheuren Reiz. Er ist ein „normaler“ 19-jähriger und auch wieder nicht. Für mich persönlich ist es sehr wichtig eine Herausforderung in Aufgaben im Leben zu sehen und mich diesen so gut es geht zu widmen. Ich sah keine andere Rolle in diesem Film, die eine größere Herausforderung an einen Schauspieler stellt. Umso größer war die Freude, als ich erfuhr “Daniel” darstellen zu dürfen.
Hast Du vor "Unforgettable" schon in einem anderen Film mitgespielt?
Nein.
Wie haben Dir die Dreharbeiten gefallen?
Mein positives Gefühl wurde sofort mit dem ersten Drehtag bestätigt. Am Set empfand ich, neben steter Professionalität, ein sehr kollegiales Umgehen miteinander. Auch als die Kameras ausgeschaltet wurden, blieb das gemeinsame Ziel stets ersichtlich. Die angenehme Arbeitsatmosphäre machte es erst möglich dieses umfangreiche Projekt innerhalb eines Monats abzudrehen. Es entstanden auch die ein oder andere Freundschaft und ich denke, dass diese sich nicht wieder auflösen sobald alles vorbei ist.
Denkst Du der Film könnte international erfolgreich werden?
Ich bin davon überzeugt, dass aus dem Film ein konkurrenzfähiges Produkt wird. Über den Grad des Erfolges mache ich mir allerdings keinerlei Gedanken. Dennoch wünsche ich dem Film nur das Beste und hoffe vor allem, dass die immense Arbeit der Crew belohnt wird.
Hattest Du schon schauspielerische Erfahrungen?
Im vergangenen Jahr Mitglied der Theatergruppe an der BHAK I. Derzeit Mitglied am Theater-Jugendklub am Schauspielhaus.
Welche Situationen hast Du am Emotionalsten empfunden?
Selbstverständlich waren es die Szenen mit meiner „Freundin“ die für mich, emotional gesehen, am Herausforderndsten waren. Ich denke, dass es besonders für zwei unerfahrene Schauspieler schwierig ist ein Gefühl von Liebe zu vermitteln. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man sich zuvor nicht einmal kannte. Doch gerade die Einbindung dieser Romanze machte für mich die Rolle des Daniel umso interessanter. Durch sie erhält der Charakter noch mehr Tiefgang als er ohnehin schon hat.
Rückblickend auf alles Geschehene - wie war Dein Gesamteindruck?
Kurz gesagt, wenn ich morgen gefragt werde ob ich die Rolle des „Daniel Reiter“ übernehmen möchte, würde ich ohne zu zögern erneut zusagen. Der Gesamteindruck von alldem Geschehenen ist äußerst positiv. Ich hätte mir niemals gedacht, welche Ausmaße dieses Projekt schon im Stadium der Entwicklung annimmt. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn ich damals nicht zugesagt hätte und nun nicht Teil dieses Projektes wäre.
Was war für Dich das größte Erlebnis während der Dreharbeiten?
Ich hatte zwei große Erlebnisse während der Dreharbeiten. Es waren zwei Träume rund um das Set, die Crew und die Schauspieler. Sie zeigten mir jedenfalls, wie sehr mich das Projekt vereinnahmte und wie stark ich es annahm.
Wie empfandest Du die anderen Schauspieler?
In meinen Augen war jede einzelne Rolle sehr gut besetzt. Man merkte, dass niemand zufällig ausgewählt wurde. Die jeweiligen Charaktereigenschaften der Rolle passten stets zu denen der Menschen die dahinter standen. Auch dies ist ein Indikator für die Genauigkeit und Sorgfalt mit denen schon vor Beginn des Projektes gearbeitet wurde.
Freust Du Dich schon auf die Premiere?
Ich freue mich wirklich sehr auf die Premiere. Auch wenn ich nun mit der Gewissheit leben muss, dass ich jetzt meine Handlungen im Film nicht mehr ausbessern kann, bin ich trotzdem sehr gespannt auf das Endprodukt.
Was wird die Zukunft bringen? Wirst Du weiterhin aktiv bleiben?
Im Bezug auf eine schauspielerische Zukunft mache ich mir keine Gedanken. Es steht aber für mich fest, dass ich sehr gerne schauspiele und ich habe vor eben dies beizubehalten, da es für mich ein sehr starker kreativer Ausgleich zum „richtigen“ Leben ist. Sowohl Film- als auch Theaterschauspielerei haben für mich einen Reiz, da man sich in eine Situation hineindenken und alles andere vergessen muss.




